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Preisträger 2007:
Meinhard Fichtner
Laudatio von Harald Jander
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Mit
Komplimenten, das ist so eine Sache
Ein Lob kann erfreuen, aber auch misstrauisch mache.
Besonders wenn sie inflationär verteilt in die Welt
der Wahrheitsgehalt wird nur
schwer erhellt.
In
Schierhorn gibt es einen letzten
der gegen die Lobhudelei tut hetzen.
Er trägt die Fackel der Wahrheit vor sich her
kein falsches Lob, da tut er sich schwer.
Unser Mann,
nicht groß, eher untersetzt und klein
von Beruf soll er der beste Dachdecker sein.
Fichtner, so wird sein Name genannt
als Meini ist er hier im Dorf bekannt.
Schon morgens von guter Laune keine Spur
muss er doch mit Kollegen wieder auf Tour.
Einige von denen lieber zur Krankheit neigen
sollte Meini sich heute auf der Baustelle zeigen.
Treffen sich seine Freunde in trauter Runde
ist so viel Fröhlichkeit mit denen im Bunde.
Doch sobald Meini die Bildfläche betritt
der Humor in seinen Grundfesten erschrickt.
Andreas hat seine Liebe zum Häusle baue entdeckt
und mit Freunden wurde das Dach neu eingedeckt.
Unter Singen unter Lachen wurde gesägt, genagelt, bis unter den First
bis Meini kam: "Das macht mal neu, das ist doch alles Mist".
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Als
Hausmeister ist er immer emsig im Schützenhus tätig
die Helfer bibbern, hoffentlich ist er uns heute gnädig.
Mit Engelszungen bot man ihm das Sammeln für Faslam an
“Lasst mich in Ruhe, da geh ich nicht ran”.
Für deine Laune können diese Leute nichts, als du bestelltest ein
Bier
und du merktest, für mich ist dieser Tresen viel zu hoch hier.
Keiner von denen hat sich darüber lustig gemacht
als dafür ein Melkschemel wurde gebracht.
Wer soviel schlechte Laune verbreitet übers Jahr konstant
der wird vom Faslamskomitee nicht verbannt.
Im Gegenteil, solch eine Leistung wird von uns honoriert
selbst wenn der Ausgezeichnete sich seiner Leistung noch ziert.
Auch wenn unser hochgeschätzer Meini darüber kann nicht lache
das Faslamskomitee ihm den Award tut vermache.
Wer soviel schlechte Laune verbreitet unter den Leut'
für Meini muss dieser Preis sein wie Glockengeläut.
Genug des
Lobes und der Komplimente, komm nach vorne du Hühne
und nimm den Award in Empfang auf der Bühne!
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Preisträger 2006:
Felix Sander
Laudatio von Harald Jander
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Mit Bäume fällen
verdient er sein Brot,
auch zu Hause hilft er vielen aus der Not.
Zur Zeit ist er der amtierende Heidebock,
und tanzt auf Tischen im Schottenrock.
Zu Ostern wenn es noch
kalt ist in der Nacht,
wird von Junggesellen das Osterfeuer bewacht.
Mit etlich Bier und Korn im Blut,
Mann, diese Nacht wird verdammt gut.
Auch unser Mann war in
dieser Runde,
als er lallend vortrug seine Kunde:
“Meinen Geburtstag feier ich im Schützenhus,
dahin heute jeder kommen muß”.
Und alle Trinker trafen
sich dort,
an diesem doch gemütlichen Ort.
In dieser Nacht wurde durchgesoffen,
bis das ein neuer Tag war angebrochen.
Als dann die meisten Gäste
waren weg,
sah man am Boden liegen den Dreck.
So was wischt man mit dem Feudel auf, -
ab jetzt nimmt das Malheur seinen Lauf.
Dort hinten gibt es einen
Raum,
die meisten kennen ihn kaum.
Dahin torkelt unser Felix nun,
doch mit Glück hat dies nichts zu tun.
Nennen wir dieses Zimmer
mal Besenkammer,
für manche behaftet mit Katzenjammer.
Auch Boris Becker in solch einer Kammer war,
doch sein Grund ein völlig anderer war.
Unser Felix ging nicht
zum Blasen hin,
dort waren nur Besen und Eimer drin.
In dieser Ecke war es finster wie in der Nacht,
blind öffnete er die Tür mit Bedacht.
Die Hände nach vorne,
rein in das Zimmer,
fällt um ein Eimer, mit geklimmper.
er bückt sich um den Lärm zu vermindern,
und schließt die Tür hinter sich - mit seinem Hintern.
Nun ist Felix im Dunklen
eingeschlossen,
ich muss hier raus, denkt er verdrossen.
Er dreht sich verzweifelt
und orientierungslos,
hier war doch eben noch ne Tür, was ist hier los. |
Auf allen vieren kriecht er
rum,
und wirft dabei einige Besen um.
Da legt sich einer - so was von quer,
diese Tür öffnet er heute nimmer mehr.
Er rudert wie wild mit
seinen Armen umher,
und schiebt einen Wall aus Feudeln und Eimern vor sich her.
Nach ner Stunde hat er sein Pulver verschossen,
der Ausgang bleibt für ihn verschlossen.
Nach Hilfe rufen kommt ihm
nicht in den Sinn,
“dann bleib ich heute Nacht eben hier drin”.
Der Alkohol seine Panik im Keime erstickt,
erst mal ne Runde schlafen, so was erquickt.
Doch das schärfste an
dieser Geschicht,
seine Kumpels im Saal vermissen ihn nicht.
Ein letztes Scheidebier im stehen,
nun lasst uns mal nach Hause gehn.
Alle denken: Der Felix ist
längst im Bett,
liegt schon zu Hause, steif wie ein Brett.
Sein rumpeln und scheppern - keiner hörts,
ist wohl der Marder aufm Dach - keinen störts.
Doch Felix hat den Schlüssel,
was jetzt,
ein Sven H. aus S. nach Hause hetzt.
Mit dem Schließer zurück, die Tür im Visier,
so - verrammelt ist das Haus, nun ab dafür.
Der Morgen graut, die Vöglein
singen,
der Heidebock ist immer noch da drinnen.
So langsam dämmerts, immer noch ohne Licht,
wo bin ich bloß, doch er fand den Schalter nicht.
Die Promille fangen an sich
zu senken,
und umgekehrt die grauen Zellen an zu denken.
Wo er sich befindet, glaubt er zu wissen,
doch seine Lage bleibt weiter für ihn beschissen.
Nach einer Stunde befreit
er sich aus seiner Lage,
noch hört keiner sein Wehgeklage.
Zurück beim Osterfeuer war die Freude groß,
alle fragten: “Wo warst du bloß”?
Wer so verbringt sein Nächte
im sitze,
der ist bei uns auf dem Weg zur Spitze.
Wer so in Klausur geht - das ist es uns wert,
wird beim Faslam mit dem Award geehrt.
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Preisträger 2005:
Ulf + Sabine Harms
Laudatio von Harald Jander
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Früher
war er mal sportlich, schlank und rank
denn da ist er noch dem Fußball hinterhergerannt.
Jahrelang stand er im Strafraum auf der Lauer
sein Ziel, einmal so spielen wie der Beckerbauer.
Er sieht es vor sich wie im Film, unser Held,
aber Schierhorn ist’s noch verrückter als in der realen Welt.
Der
Alkohol hat seine Trainingseinheiten diktiert
dafür er sich jetzt beim Herrenabend engagiert.
Sein Ranzen wuchs und er fands labend
6 Kotletts und 1 Kiste Bier an so'n Abend.
Er sieht es vor sich wie im Film, unser Held,
in Schierhorn ist’s noch verrückter als in der realen Welt.
Seine
Zellteilung beschleunigte sich mit Wonne
andere sagen: Ein Körper wie eine Tonne.
Doch Ulf
sieht es gelassen, ja als Kult
bin ich nicht so wie der, nämlich HULK.
Er sieht es vor sich wie im Film, unser Held
in Schierhorn ist’s noch verrückter als in der realen Welt.
Doch ganz ohne Sport wollte er auch nicht leben
für eine Höchstleistung würde er manches geben.
Mit einer speziellen Disziplin, das könnte geh'n
nur einmal auf dem Siegertreppchen stehn.
Er sieht es vor sich wie im Film, unser Held
in Schierhorn ist’s noch verrückter als in der realen Welt.
Leute hört, eine neue Sportart wird geboren
dafür wird der Weiher Berg auserkoren.
Die 1. Schierhorner Gehwagen-Abfahrt, so soll sie heißen
auf die Zäune, Bäume, Autos tu ich scheissen.
Er sieht es vor sich wie im Film, unser Held
in Schierhorn ist’s noch verrückter als in der realen Welt.
Wie die Profis vom berühmten Hahnenkamm
was meint Ulf: Wetten, dass ichs noch toller kann?
Doch wie soll das gehen, ohne Schnee und ohne Ski
nur mit Hüftschwung und ganz locker im Knie.
Er sieht es vor sich wie im Film, unser Held
in Schierhorn ist’s noch verrückter als in der realen Welt.
So rauscht er seinem Gefährt bergab, juche
auch wenn im Ziel seine Knochen tun weh.
Hätte mich ein Reporter der Sportschau gesehn
Ich bräuchte nie mehr arbeiten geh'n.
Er sieht es vor sich wie im Film, unser Held
in Schierhorn ist’s noch verrückter als in der realen Welt.
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Doch die Harmsens haben noch mehr zu bieten,
wenn ihrs hören wollt, könnt ihr noch ein paar Zeilen kriegen.
Die Sabine, das Gegenteil von Ulf, nämlich zierlich
was man von ihr hörte, klang gar nicht manierlich.
Als Frau hatte man von ihr ein Bild
aber nicht wie eine Amazone, so wild.
Dem Manne untertan, so solltest du leben
nicht wenn wir dich sehen, vor Angst erbeben.
Wohin soll sich ein Mann noch trauen
wenn er schon aus der Kneipe wird gehauen.
Ein zarter Jüngling, so trug es sich zu
kniff, zwecks Kontakt, sein rechtes Äuglein zu.
Doch damit hatte Sabine nichts im Sinn
sie schmiss weiter Dart-Pfeile auf die Scheibe hin.
Unser
Jüngling lässt nicht locker
flirtet weiter, locker vom Hocker.
Das zwinckern seiner Augen nimmt nun zu
und Sabine verliert nun langsam ihre Ruh.
Vor lauter Ärger verfehlen die Pfeile ihr Ziel
worauf sie ihm vorschlägt einen Deal.
Hör mir zu: Ich bin keine für eine Nacht,
und wenn, dann wird sie mit Ulf verbracht.
Nochmal
will er es wissen, auf zur Tat,
ihr könnt es ahnen, sein letztes Stündlein naht.
Jetzt tritt Sabine, von wegen schwaches Geschlecht
au, au, au, ihm voll ins Gemächt.
Jetzt,
als der Adonis nach vorne klappt,
sich ihn die Sabine richtig schnappt.
Ein Haken von unten aufwärts geht
worauf der Junge wieder aufrecht steht.
So ein Pech, es kommt wie gerufen
hinter dem Jungen sind noch Stufen.
So geht's rückwärts die Treppen runter, das tut weh
Kein Wort des Abschied's, kein Ade.
Jetzt wisst ihr warum Ulf nach manchem Feste bibbert
weil doch von Sabines Gezänk das Haus erzittert.
Wie im Film, so seh ich's vor mir
Genug geredet, kommt beide zu mir.
So
vorbildlich und sportlich wie die beiden leben
Wird heute der Faslams-Award im
Doppelpack vergeben!
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Preisträger
2004: Harald Jander
Laudatio von Ellen
Balsewitsch-Oldach
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Wer kriegt wohl dies' Jahr den
Award?
Das zu entscheiden, war schon hart!
So manch Ereignis zog dabei
am inn'ren Auge flugs vorbei...
WER stand im SOMMER - glaubt
man's nicht?
Schon mal vor dem Faslamsgericht
und muss - mag man mich noch so schelten -
als vorbestraft seitdem wohl gelten?
WER sitzt nach 25 Jährchen
noch immer warm im "Knast der Pärchen"
und das mit sichtlichem Vergnügen?
Der musste doch als Strafe kriegen
die nächsten 25 Jahr'
das, hoffe ich, ist jedem klar!
Man hier die Frage stellen
kann:
Ist ER mit dem Award jetzt dran?
Bisher gemäßigt war und
prima
das heitere Schierhorner Klima.
Doch WER hat es dorthin getrieben,
die Klimazonen zu verschieben,
so dass jetzt die Naturgewalten
gestatten, ein Kamel zu halten?!
Man sieht es nun in Hof und Garten
geduldig auf sein Herrchen warten!
Gut möglich, dass dadurch der
Mann
dies Jahr mit dem Award ist dran! |
Und auch das liebe Federvieh
hatt' mit ihm seine Not und Müh! -
Wer sieht nicht gern im Ofen gar'n
Gans, Pute, Ente oder Hahn?
Doch Amsel, Drossel, Fink und Star
machen sich hier wohl eher rar.
Nur - so ein kleiner Sänger wieder
fand sich lebendig - MIT Gefieder,
in SEINER Backröhre im Haus-
bis er erkannte, dass der Schmaus
für Viere nicht so reichlich sei...
Da ließ er ihn zwar wieder frei,
doch man es kaum noch ändern
kann:
ER ist mit dem Award jetzt dran!
Auch macht seine Vergangenheit
für den Award ihn höchst bereit -
WER war's, der g'rad in Urlaub ging,
als hier das Schützenfest anfing?
und das genau in jenem Jahr,
als Adutant er nämlich war
bei Majestät, dem Schützenkönig -
der wunderte sich gar nicht wenig...
Es also anders nicht sein
kann:
ER ist mit dem Award jetzt
dran!
Und so verleih'n wir
miteinander
jetzt den Award an HARALD JANDER! |